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Neuer Vorstand im Amt

Finanzierung des Unterstützungsangebotes für Krebspatienten und ihre Familien bleibt nach wie vor große Herausforderung für den Verein

Während der regulären Jahreshauptversammlung der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V. im Dezember letzten Jahres wurde u. a. ein neuer Vorstand gewählt, der Ende Januar erstmals zur konstituierenden Sitzung zusammenkam. Im Amt bestätigt wurden der Vorsitzende Prof. Dr. Dr. Richard Werkmeister, sein Stellvertreter Prof. Dr. Samir Said (beide Koblenz) sowie Schatzmeister Wolfgang Neumann (Vallendar). Zum Schriftführer wurde der bisherige Beisitzer Dr. Jochem Hast (Koblenz) gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Dr. Jochen Schenk an, der nach mehrjähriger Amtszeit auf eigenen Wunsch nicht mehr kandidiert hatte. Als Beisitzer wiedergewählt wurden Prof. Dr. Richard Berger (Neuwied), Prof. Dr. Hartmut Link (Kaiserslautern) und PD Dr. Stefan Kröber (Koblenz). Neu hinzugekommen ist Dr. Jürgen Körber, Chefarzt und Ärztlicher Leiter der Nahetal-Klinik in Bad Kreuznach. Darüber hinaus wurde zur Beratung in den immer komplexer werdenden finanziellen und steuerrechtlichen Angelegenheiten des Vereins Herr Tomislav Talic von der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft RSM Verhülsdonk als kooptiertes Mitglied in den Vorstand berufen.

Auch nach seinem Ausscheiden bleibt Dr. Schenk, einer der Partner des Radiologischen Instituts Hohenzollernstraße in Koblenz, weiterhin eng mit der Krebsgesellschaft verbunden. „Aus meinem täglichen Kontakt mit Krebspatienten weiß ich, wie wichtig die Rolle der Krebsgesellschaft als kompetenter Ansprechpartner für Betroffene und ihre Angehörigen in der Region ist,“ sagte Schenk und überreichte als Zeichen seiner Wertschätzung einen Scheck seiner Praxis in Höhe von 1.000 Euro an den neuen Vorstand.
Im Mittelpunkt des ersten Treffens des neuen Gremiums stand die sich immer schwieriger gestaltende Finanzierung des professionellen Unterstützungsangebotes für Krebspatienten und ihre Familien, die der gemeinnützige Verein landesweit kostenfrei anbietet. Bei rund 15.000 individuellen Kontakten habe sich das mit den aktuellen Ressourcen leistbare Beratungsvolumen derzeit eingependelt. Hinzu kommen ergänzende Kurse, Gruppenangebote und Informationsveranstaltungen. Das dafür jährlich benötigte Budget beläuft sich mittlerweile auf rund 2,5 Mio. Euro, die überwiegend aus privaten Spenden und Mitgliedsbeiträgen erbracht werden müssen. Zu den zentralen Herausforderungen gehört es nun, den Wegfall von befristet gewährten Fördermitteln und Zuschüssen durch die Gewinnung neuer Unterstützer zu kompensieren. Dazu engagiert sich die Krebsgesellschaft auch auf politischer Ebene, um die seit langem geforderte Regelfinanzierung von ambulanten Beratungsleistungen für Krebspatienten durch die Krankenkassen zu realisieren.