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Einheitlicher Maßstab für Psychoonkologische Versorgung

Foto: ShutterstockDie 16 LandesKrebsgesellschaften der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) sehen in der ambulanten psychoonkologischen Begleitung von Krebspatienten und ihren Familien die wichtigste Aufgabe ihrer derzeit 128 Krebsberatungsstellen in Deutschland. Sie sind fest eingebunden in die wissenschaftliche Arbeit der DKG. Durch ihre Vernetzung und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ärzten, Wissenschaftlern und gesundheitspolitischen Einrichtungen im eigenen Bundesland verfügen sie über langjährige Erfahrung und Expertenwissen, das für eine qualitativ hochwertige Beratung notwendig ist. Um bundesweit eine einheitlich hohe Qualität der Beratung von Krebspatienten und ihren Angehörigen zu garantieren, wurden nun gemeinsam Kriterien für die Krebsberatung entwickelt und zehn entsprechende Leitsätze verabschiedet.

Zu den zentralen Voraussetzungen gehört danach, dass die Beratung von ausgebildeten Fachkräften aus der Sozialpädagogik, Psychologie oder Medizin mit einer psychoonkologischen Zusatzausbildung durchgeführt wird. Alle BeraterInnen der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz können diese Qualifikation vorweisen. Patienten, die sich an eines der vier Beratungszentren in Koblenz, Kaiserslautern, Ludwigshafen und Trier oder eine der 37 temporär besetzten Neben- und Außenstellen landesweit wenden, können somit nach wie vor darauf vertrauen, dass sie umfassend und kompetent beraten werden: Krebskranke erhalten professionelle Hilfe in allen Phasen des Krankheitsverlaufs. Sie bekommen je nach Bedarf Informationen, um die Krankheit besser verarbeiten und selbstbestimmt an Entscheidungsprozessen teilnehmen zu können. Betroffene finden auch Unterstützung, um mit der psychischen Belastungen durch die Krankheit besser umgehen zu können und erfahren, wo und wie sie im Gesundheits- und Sozialsystem weitere Hilfe in Anspruch nehmen können.

Zehn Leitsätze der Landeskrebsgesellschaften zur Krebsberatung

  1. Die Beratung gibt Patienten und Angehörigen Informationen zur Krankheit, Orientierung im Gesundheits- und Sozialsystem und Unterstützung bei psychischen und sozialen Problemen.
  2. Die Beratung unterstützt in allen Phasen des Krankheitsverlaufes.
  3. Die Beratung orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen, Fragen und Belastungen jedes Einzelnen; sie ist vertraulich und unabhängig.
  4. Die Beratung ist kostenlos und leicht und zuverlässig erreichbar.
  5. Die Beratung wendet sich an Krebskranke und Angehörige sowie an Selbsthilfegruppen, professionelle Helfer und Interessierte
  6. Die Beratung geschieht durch Fachkräfte aus Sozialpädagogik, Psychologie und Medizin mit zusätzlicher psychoonkologischer Qualifikation.
  7. Die Beratung erfolgt durch persönliche und telefonische Gespräche oder auch schriftlich. Ergänzend kommen Gruppenangebote, Vortragsveranstaltungen und Informationsmaterialien hinzu.
  8. Die Beratung umfasst die Aufklärung der Öffentlichkeit über das Thema Krebs - besonders zu Prävention und Früherkennung.
  9. Die Beratung ist eng mit allen anderen Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens und den Selbsthilfegruppen verknüpft.
  10. Die Beratung arbeitet qualitätsgesichert und orientiert sich an den Leitlinien der psychoonkologischen Fachgesellschaften.