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Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler informiert sich über Krebsberatung

Sommerreise 2020: Ein Tag im Koblenzer Beratungszentrum der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz / Herausforderungen der Corona-Krise wurden und werden gemeistert / Finanzielle Unsicherheit prägt ambulante Versorgungsstrukturen im Land

Im Rahmen ihrer diesjährigen Sommerreise hospitierte Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler einen Tag bei der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz, um die ambulante psychoonkologische Beratung für Krebspatienten und ihre Angehörigen aus einer neuen Perspektive kennenzulernen. Nach dem Motto „Mittendrin statt nur dabei“ gewährte das Team des Informations- und Beratungszentrums Koblenz der Ministerin praxisnahe Einblicke in seinen Arbeitsalltag

„Gerade diese Termine vor Ort schätze ich sehr, einmal hinter die Kulissen schauen zu dürfen und aus erster Hand mehr über die Hintergründe und Herausforderungen der psychoonkologischen Beratung zu erfahren, gibt mir neue Einblicke und liegt mir sehr am Herzen“ sagt Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, die sich beeindruckt von dem breit gefächerten professionellen Unterstützungsangebot der Krebsgesellschaft und dem Engagement des Teams zeigte.

Dabei hat die Corona-Pandemie auch die Arbeit der psychoonkologischen Beratung spürbar verändert. „Normalerweise sind persönlicher Kontakt, Nähe und Austausch in Gruppenangeboten zentrale Bestandteile unserer Unterstützung für Betroffene und ihre Familien“, erläuterte Birgit Werminski, stellvertretende Leiterin der Beratungsstelle. Da dies alles quasi von heute auf morgen nicht mehr möglich gewesen sei, habe man das Angebot auf Alternativen wie Telefon- und Videoberatungen sowie Online-Treffen umgestellt. „So konnten und können wir auch weiterhin für unsere Klienten da sein“, ergänzte die Psychoonkologin. Denn: Eine Krebserkrankung zu bewältigen, ist an sich schon eine große Herausforderung, die durch Corona und die damit verbundene Verunsicherung, aber auch Ängste oder Einsamkeit zusätzlich verschärft wurde.

Langsam werden nun auch bei der Krebsgesellschaft die Kontakteinschränkungen schrittweise gelockert und damit persönliche Beratungsgespräche unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen wieder ermöglicht.

Die Gesundheitsministerin nutzte ihren Besuch in Koblenz zudem dazu, sich mit der Geschäftsleitung über die Zukunftsperspektiven des gemeinnützigen Vereins auszutauschen. „Unser Ziel ist es, unsere Angebote bedarfsorientiert auszubauen, um künftig insbesondere in den ländlicheren Regionen stärker als bisher präsent zu sein“, erklärte Dr. Thomas Schopperth, Geschäftsführer der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz. Dieser Ausbau sei jedoch nur mit verlässlichen finanziellen Mitteln zu schultern, über die der Verein nur in begrenztem Maße verfügt. Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Krise sei noch völlig unklar, wie sich das Spendenvolumen entwickeln werde, das nach wie vor zu den Haupteinnahmequellen gehört. Umso wichtiger ist seiner Meinung nach nun die konkrete Umsetzung der vom Bund angekündigten Regelfinanzierung für die ambulante psychoonkologische Beratung.

„Ich bin froh, die Krebsgesellschaft als einen starken und kompetenten Partner an unserer Seite zu wissen, weshalb die Landesregierung diese wichtigen Angebote seit vielen Jahren ideell wie auch finanziell unterstützt“ bekräftigte Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler.