Brustkrebs - Früherkennung

Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V.

 

BRUSTKREBS-FRÜHERKENNUNG

Ein wichtiger Schutz für die Gesundheit

Was ist Brustkrebs? Brustkrebs ist eine bösartige Erkrankung, die in den Zellen der Brust beginnt. Es kann jeden treffen, unabhängig von Alter oder Geschlecht.

Warum ist Früherkennung wichtig? Die Früherkennung von Brustkrebs bietet große Vorteile. Sie ermöglicht eine rechtzeitige Identifizierung der Krankheit, wenn sie noch klein und behandelbar ist. Dadurch steigen die Heilungschancen erheblich.

Patientenratgeber - Brustkrebs

INFO

Vorteile der Früherkennung

Frühzeitige Behandlung

Früherkannter Brustkrebs kann oft mit weniger invasiven Methoden behandelt werden.

Verbesserte Heilungschancen

Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Aussichten auf eine vollständige Genesung.

Weniger belastende Therapien

Früherkannte Fälle erfordern möglicherweise weniger intensive Behandlungen, was die Lebensqualität verbessern kann.

Vermeidung von Fortschreiten

Frühe Erkennung hilft, das Fortschreiten der Krankheit zu stoppen oder zu verlangsamen.

Psychologische Unterstützung

Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht es Betroffenen, rechtzeitig Unterstützung und Beratung zu erhalten.

Individualisierte Behandlungspläne

Früherkannter Brustkrebs ermöglicht es, individuell angepasste Behandlungspläne zu entwickeln. Dies berücksichtigt spezifische Bedürfnisse, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.

FRÜHERKENNUNGS-MÖGLICHKEITEN

Wie kann Brustkrebs erkannt werden?

Selbstuntersuchung

Regelmäßiges Abtasten der Brust, um Veränderungen frühzeitig zu bemerken. 

Mammografie

Eine spezielle Röntgenuntersuchung, die kleinste Veränderungen in der Brust aufdecken kann.

Klinische Untersuchungen

Regelmäßige ärztliche Untersuchungen unterstützen bei der Früherkennung von Anzeichen oder Symptomen.

Brustultraschall (Sonografie)

Eine schmerzfreie Untersuchung mittels Ultraschall, die dazu dient, eventuelle Veränderungen in der Brust besser zu charakterisieren. Der Brustultraschall kann als ergänzende Methode zur Mammografie eingesetzt werden, insbesondere bei Frauen mit dichtem Brustgewebe.

Knoten in der Brust
Knoten sind erst ab ca. 1-2 cm Größe tastbar – abhängig von der Lage (direkt unter der Haut oder tiefer), der Brustdichte (knotige oder nicht knotige Brust) und der Brustgröße. Sie lassen sich nicht verschieben, fühlen sich fest an und schmerzen in der Regel nicht.

Veränderungen der Brustwarzen
Neu aufgetretene Einziehungen an einer Stelle oder Einsenkungen der gesamten Brustwarze sind ebenso ein Alarmsignal wie Entzündungen und Hautveränderungen oder Absonderungen, besonders wenn sie blutig oder klar sind und nur einseitig auftreten.

Änderungen der Brustgröße
Bei den meisten Frauen sind die Brüste verschieden groß. Wenn der Größenunterschied jedoch neu auftritt oder wenn die Haut an einer Stelle eingezogen wird, ist dies ein Grund, zum Arzt zu gehen. Auch das unterschiedliche Verhalten beider Brüste beim Heben der Arme ist ein Zeichen, das abgeklärt werden muss.

Hautauffälligkeiten
Einziehungen und andere auffällige Veränderungen der Haut (Großporigkeit, „Orangenhaut“) sind ein mögliches Warnzeichen für Brustkrebs, ebenso wie nicht abklingende Rötungen und Entzündungen.

Schwellungen in der Achselhöhle
Schwellungen und Knoten in der Achselhöhle können auf Lymphknoten-Metastasen hinweisen. Sollten Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome bei sich entdecken, zögern Sie nicht und suchen Sie Ihren Frauenarzt bzw. Ihre Frauenärztin auf! Je früher Brustkrebs erkannt wird, umso besser sind meist die Heilungsaussichten.

ERSTE SCHRITTE

Wie geht es nach der Diagnose weiter?

Nach der Diagnose bleiben die behandelnden Frauenärztinnen und -ärzte die wichtigsten Ansprechpartner für die Patientinnen – seltener auch Hausärztinnen und -ärzte. Bei ihnen laufen die Fäden zusammen: Sie koordinieren die Untersuchungen durch verschiedene Fachärztinnen und -ärzte, überweisen zur Operation oder zur weiterführenden Therapie in die Klinik und werden von den dortigen Ärztinnen und Ärzten über Befunde, Behandlungsplanung und -erfolge auf dem Laufenden gehalten.

Für gesetzlich Versicherte ist auch die Teilnahme an einem strukturierten Behandlungsprogramm, dem Disease Management Programm (DMP) Brustkrebs, möglich – jedoch nicht verpflichtend.

Nach der Diagnose Brustkrebs bleibt der Patientin genügend Zeit, sich genau über die verschiedenen Kliniken zu informieren und sich dann in Absprache mit ihrer behandelnden Ärztin bzw. ihrem behandelnden Arzt für eine von ihnen zu entscheiden.

Nicht jede Klinik ist für die Behandlung von Brustkrebs geeignet und nicht die Wohnortnähe sollte ausschlaggebend für die Wahl der Einrichtung sein. Die Qualität der Behandlung ist das Kriterium zur Wahl des Behandlungsortes.

Mehr lesen

Sie haben eine Frage?

Sie haben offene Fragen oder sind unsicher, welche Unterstützung die Richtige für Sie ist?
Melden Sie sich bei uns, wir freuen uns über Ihre Anfrage und klären gemeinsam alle Unklarheiten.


Beratungszentren            Frage stellen 

HILFE

Wir sind für Sie da!

Wir unterhalten ein Netz von Krebsberatungsstellen. Dort finden Sie geschulte Fachkräfte, die Verständnis für Ihre psychischen und sozialen Belastungen haben und Sie aktuell informieren und beraten. Die Beratungsstellen sind offen für Patientinnen und Patienten, für Angehörige und alle, die Fragen zum Thema Krebs haben. Die Beratung ist grundsätzlich kostenfrei. 

  • Beratung bei psychischen Problemen
  • Beratung in sozialrechtlichen Fragen
  • Medizinische Informationen, Ernährungsberatung, Raucherentwöhnung
  • Informationsmaterial zu vielen Themen „rund um Krebs“ und Adressen von Selbsthilfegruppen, Tumorzentren, Spezialisten
  • Gruppenangebote für Betroffene oder Angehörige

Zu den Beratungszentren

Wir verwenden Cookies, zur Funktion und Verbesserung dieser Website, aber auch zu Marketing Zwecken bzw. für Dienste Dritter (z.B. Karten und Videos). Mehr Informationen in unserer Datenschutzerklärung.