Darmkrebs - Früherkennung

Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V.

 

DARMKREBS - FRÜHERKENNUNG

Warum Früherkennung so wichtig ist

Darmkrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung, die im Dick- oder Enddarm beginnt.  Es ist die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland.
Warum ist Früherkennung wichtig? Wenn Darmkrebs in einem frühen Stadium erkannt wird, ist er noch behandelbar und die Heilungsprognose gut.

Vorsorge ist besonders sinnvoll: Krebsvorstufen können schmerzfrei entfernt werden, bevor sie sich zu einem Tumor entwickeln und im Körper ausbreiten.

Patientenratgeber - Darmkrebs

INFO

Vorteile der Früherkennung

Verbesserte Heilungschancen

Je früher Darmkrebs erkannt wird, desto besser sind die Aussichten auf eine vollständige Genesung.

Effektivität

Frühzeitige und effektive Behandlung mit niedrigerer Komplexität und weniger Komplikationen.

Schonende Therapien

Früh erkannte Fälle erfordern oft minimalintensive Behandlungsmethoden, was zu weniger Belastung für den Patienten führt.

Vermeiden von Fortschreiten

Durch die vollständige Entfernung von Vorstufen (Polypen) wird sogar der Entwicklung von bösartigen Tumoren vorgebeugt.

Psychologische Unterstützung

Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht es Betroffenen, rechtzeitig Unterstützung und Beratung zu erhalten.

Individualisierte Behandlungspläne

In frühen Stadien können individuell und bedürfnisorientierte Behandlungspläne entwickelt werden.

FRÜHERKENNUNGS-MÖGLICHKEITEN

Wie kann Darmkrebs erkannt werden?

Koloskopie

Bei einer Spiegelung identifiziert eine präzise Kamera (Endoskop) Veränderungen im Gewebe. Polypen können sofort und schmerzfrei in einem kleinen Eingriff entfernt werden.

Klinische Untersuchungen

Ein immunologischer Test auf verstecktes Blut im Stuhl ist eine einfache Screening-Methode, die Vorstufen erkennen und so bei der Krebsvorsorge unterstützen kann.

Virtuelle CT-Kolonographie

Es werden Bilder in einer dreidimensionalen Ansicht angefertigt. Aus dem Datensatz kann eine Spiegel simuliert werden. Ein Vorteil besteht darin, dass auf das Einführen eines Endoskops verzichtet werden kann. Polypen können aber nicht sofort entfernt werden.

  • Krampfartige Bauchschmerzen: Wiederholte und unklare Bauchschmerzen und Krämpfe können ein Symptom von vielen verschiedenen Darmerkrankungen sein, auch Krebskrankheiten.
  • Veränderungen der Verdauungsgewohnheitem: Anhaltende Veränderungen wie Durchfall und/oder Verstopfung können auf akute oder chronische Krankheiten, einschließlich Darmkrebs, hinweisen. Auch Übelkeit und Völlegefühl können mit Krebs in Verbindung stehen.
    Unerklärlicher Gewichtsverlust: Krebs beeinflusst den Stoffwechsel, indem er dem Körper Kalorien und Nährstoffe entzieht. Müdigkeit und Erschöpfung sind weitere Folgen.
  • Blut: Blut im Stuhl ist durch eine rote, schwarze, oder sehr dunkle Verfärbung erkennbar und kann ein Indiz für Darmkrebs sein.

 

Anmerkungen: Viele Betroffene haben keine oder wenige Probleme. Vor allem in den frühen Stadien haben Patienten oft kaum Beschwerden. Umgekehrt gilt aber auch: Wer nur einzelne oder auch mehrere Symptome hat, ist nicht unbedingt an Krebs erkrankt. Es kann sich beispielsweise um akute oder chronische entzündliche Krankheiten, aber auch um Unverträglichkeiten handeln.
In jedem Fall sollten Betroffene bei Beschwerden ihren Arzt ansprechen. Wenn sie in einem frühen Stadium erkannt werden, sind 90 Prozent der Krebserkrankungen des Darms heilbar.

ERSTE SCHRITTE

Wie geht es nach der Diagnose weiter?

Nach der Diagnose wird ein individueller Behandlungsplan erstellt, der auf dem Krankheitsstadium, der Position des Tumors und dem gesundheitlichen Zustand des Patienten basiert. Der Arzt bespricht die einzelnen Behandlungsschritte mit dem Patienten. Oft umfasst die Betreuung eine interdisziplinäre Unterstützung durch Onkologen, Ernährungsberater und Psychologen.
Nach der Diagnose Darmkrebs haben Patienten die Möglichkeit, sich über verschiedene Kliniken zu informieren und in Absprache mit ihrer behandelnden Ärztin bzw. ihrem behandelnden Arzt für eine von ihnen zu entscheiden.

Nicht jede Klinik ist für die Behandlung von Darmkrebs geeignet, daher sollte die Wohnortnähe nicht entscheidend für die Wahl der Einrichtung sein, sondern die Qualität der Behandlung.

Patienten können sich an ein zertifiziertes Darmkrebszentrum der Deutschen Krebsgesellschaft wenden. Die Zentren entsprechen hohen fachlichen Qualitätskriterien und binden fächerübergreifende Kompetenzen innerhalb einer Klinik.

Info-Flyer

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